Weiße Wege, blaue Stunden...


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Das Geräusch der Autos auf der nicht so fernen Straße kitzelt ihr Bewusstsein. Das weiche, wellenähnliche Rauschen will nicht einschlafen, genau wie sie. Ohne Anstrengung haftet ihr Blick an der Zimmerdecke, sucht nichts, findet Schattenkonturen ganz von alleine. Von irgendwo sickert ein Hauch Musik ins Zimmer, schmeichelt sich ein und schiebt sich zwischen ihre träge treibenden Gedanken.
In der Küche tropft die Zeit rhythmisch auf den Boden. Sie stellt sich vor, wie sie große Lachen bildet und irgendwann den ganzen Fußboden bedeckt, nur um die Küchenuhr kreisförmige Wellen schlägt und sie schließlich in ihrem Bett wie ein großer, dunkler Spiegel einschließt. Sie selbst fühlt sich zeitlos. Da ist kein Wünschen mehr, sie ist von allem abgetrennt. Kein Wollen. Nur Sein. Mit schweren Fingern streicht sie über Stoff und fühlt sich plötzlich ein bisschen einsam. Vor wenigen Stunden noch war da Stoff, der sich ihr voll Wärme entgegenwölbte. Sich an sie drängte und ihren Händen keine Möglichkeit gab, ihn unberührt zu lassen. Das hatte alles weggewischt: Ihr Wünschen, ihr Wollen, ihre Zweifel. Beim Gedanken daran lächelt sie, gerade so viel, wie es ein Träumer tut, ohne sich selbst aufzuwecken. Jede Bewegung vertreibt etwas an Erinnerungen. So liegt sie unbewegt und wartet. Wartet darauf, ganz in sich zurückzukehren.
12.10.08 12:38


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Lange her

Vielleicht

Ich dachte, es müsse anders sein. In mir ist es still. Was ist passiert, dass mein Gewissen nicht über mich hereinbricht? Nichts, da ist nichts. Erstaunt warte ich noch, als sich meine Arme schon um dich legen. Du bist vertraut. Deine Wärme ist nicht anders als alles was ich kenne. Woher wissen meine Hände, wie du dich anfühlst? Kein Gewissen, nur Gewissheit.
Du tröstest mich und weißt es nicht einmal. Spürst du es denn nicht? Immer wieder stehlen sich meine Gedanken davon und ich finde sie bei dir. Ich sage dir nicht, dass ich an dich gedacht habe. Ich werde dir sagen, dass ich mich freue und mich vorsichtig weitertasten. Was hast du so getrieben? Hattest du ein schönes Wochenende? Ja, mir geht’s auch prima. Und in mir laufen meine Gedanken gegen Wände aus Glas, möchten hinaus zu dir und dir ins Gesicht sagen, wie du mich aufwühlst. Du, du und immer wieder du, oder... vielleicht... Auch etwas in mir, das sich nicht sperrt, das anders ist, als ich immer dachte? Nein, ich lasse sie nicht. Lausche aufmerksam- hört du das Glas klingen?
Mir fehlt so viel Mut. Bitte verzeih. Was soll ich dir nur sagen? Wie viel von mir soll ich zu dir hinauslassen? Und wenn du alles hast, hast du dann genug? Und warum interessiert es mich? Ist das Stärke oder Schwäche, wenn ich dich zulasse?
Gestern noch war alles so einfach mit uns beiden. Du weißt, ein Lächeln war nur ein Lächeln. Und wenn du gelacht hast, habe ich mich nicht so gut dabei gefühlt. Worte waren nur Worte, gesprochen, verflogen, vorbei. Ich verstehe mich nicht mehr. Ich warte darauf, dass es vorbei geht, mit uns beiden. Ich bin so sicher. Und gleichzeitig so verwirrt. Ja, ich will dich sehen. Nein, ich weiß nicht warum. Vielleicht tust du mir gut.
5.10.08 19:34


Die Geschichte vom Fusseltierchen

Ich seh die kleine J. ja nicht sehr oft, aber wenn ich auf sie aufpasse, ist es immer ein Spaß. Die kleine Nachteule denkt so gut wie nie daran, schlafen zu gehen wenn ich da bin. Nun gut, mir solls recht sein. Bloß hab ich die Angewohnheit, in Gesellschaft von Kindern selbst sehr kindlich zu werden, und da fallen immer noch ein paar mehr Flausen an, als vorher schon im Kinderkopf waren. In dem Fall allerdings nicht Flausen, sondern Flusen.
J. malt sehr gerne, und vor einer ganzen Weile schon haben wir in ihrem Zimmer zusammen gemalt. Da ist das Fusseltierchen entstanden. Es lebt unter Sofas und Betten in großen Familien, ist aber sehr scheu. Nur manchmal, wenn es nicht genug zu fressen findet, schnappt es sich nachts heimlich eine Socke. Das erklärt übrigens die ganzen plötzlich einzelnen Socken. Es ist noch nicht sonderlich gut erforscht, weil es eben so schüchtern ist, aber man weiß, dass es friedlich ist und gut auf die Wohnung aufpasst, in der es sich wohl fühlt. Die kleine J. fand das ganz toll, das Bild haben wir gleich aufgehängt und den Fusseltierchen unter dem Sofa gute Nacht gesagt.
Gestern dann hat mir ihre Mama erzählt, dass J. die Fusseltierchen mit Eicheln und Kastanien füttert. Außerdem sperrt sie sie nachts ein, damit sie keine Socken fressen. Einfach fantastisch....
5.10.08 09:03


Hach....

Es gibt Fragen, da ist man(n) an den Antworten selbst schuld.

Zum Beispiel:

Mann kommt heim, kurz nach 4 Uhr nachts, weckt mich auf und fragt: "Willst du schlafen?"
"Äh... nein, ich warte hier auf den Bus..."
4.10.08 16:47


Seltsame Gespräche

Mh, ja.
Natürlich lädst du mich zu deiner Beerdigung ein, oder?
Sicher, sagt M.
Und was willst du für Blumen?
Er überlegt.
Einen Kaktus.
Ich kann nicht mehr... mein Lachen hört man wohl bis China.
Du, das gibt grad Bilder, pruste ich. Klonk... ein stacheliger grüner Klops zwischen all den anständigen weißen Lilien, Nelken, Rosen...
Klasse.
Aber das ist gut, glaub ich, ich will auch Kakteen.

Anleitung zum Verrückt werden, Schritt eins: Schreibt eine Liste, wen ihr alles zu eurer Beerdigung einladen wollt und schreibt jedem eine Karte mit Blumenwünschen. Ne echt, steht euch zu! Ist schließlich euer Tag. Oder so.
22.9.08 18:26


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