Weiße Wege, blaue Stunden...


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Wehmut

Heute ist ein Tag der Wehmut- Freude und Trauer in einer seltsam sch?nen, bitters??en Mixtur.

Letztens habe ich K. wiedergetroffen- zumindest virtuell. Wenn man alte Wege geht, kann es eben passieren, dass man alten Gef?hrten wiederbegegnet Warum wir uns so lange nicht gemailt haben, fragt er. Daran sollten wir arbeiten, sagt er. Und wieder einmal einen Kaffee trinken gehn, bzw. eine Apfelschorle in meinem Fall. Ich gebe ihm recht.
Und da musste ich auch wieder an A. denken. Morgen hat sie Geburtstag, und wieder einmal einer dieser wunderlichen Zuf?lle:
Sie hatte einmal versucht, mir ein Lied zu schicken, aber was ich auch angestellt habe, die Datei mochte sich nicht von mir ?ffnen lassen. Letztens dann hat E. mir ein Lied des selben Interpreten geschickt. Ob es dasselbe Lied ist, wei? ich nicht- k?nnte aber gut sein; es w?rde A. gut gefallen. Und eben, als ich ihre Geburtstagskarte zur Post gebracht habe, habe ich das Lied geh?rt.... eine sch?ne Begebenheit, wie ich finde. Wahrscheinlich ist mir der Text ihrer Karte ein bisschen zu kitschig geraten. Hm, f?hlt sich aber richtig an.

Und dann... heute die Wohnung weiter ausr?umen, Kram sortieren, morgen zieht L. aus. Wie oft hab ich mich in letzer Zeit ?ber ihn ge?rgert, geschimpft und gedacht: Na, wenn er doch schon ausgezogen w?re... Aber heute ist mir irgendwie elend. Zu M. habe ich letztens gesagt, dass ich sehr gerne einen richtigen Sommer mit ihm gehabt h?tte. Und im ?bertragenen Sinne gilt das auch f?r L.. Wenn ich zur?ckdenke... hatten wir mehr Schwierigkeiten als alles andere. Erst hat es uns fest zusammengeschwei?t, doch irgendwann...
Wie Rilke schon schreibt: Der Sommer kommt nur zu den Geduldigen. Ich bin sicher, f?r uns beide wird der Sommer noch kommen. Aber eben auf getrennten Wegen.
Beim Gedanken daran wurde ich traurig, es ist nichts desto trotz ein Abschied, auch wenn der eigentliche emotionale Abschied schon etwas zur?ckliegt. L. sagt, er wird aufpassen m?ssen, dass er am Freitag nicht heult. Nun, bei mir n?tzt alle Vorsicht bereits nichts mehr. Aber wie so oft will ich nicht, dass er mich dabei sieht.
Als wir damals in unsere erste Wohnung gezogen sind, weit weg von meinem Elternhaus, habe ich n?chtelang nur geweint. Und er stand hilflos daneben, wusste nicht, was er tun sollte.

Nun sitze ich hier in meinem Zimmer voller Chaos. Die Kartons stehen bereits im Flur, einige voll, andere noch leer. Ein sch?nes Sinnbild f?r mein Leben, dachte ich vorhin mit einem L?cheln. Der Anfang ist gemacht, mein Chaos zu bew?ltigen. Sch?n, M?glichkeiten zu haben.

Wehmut.
1.9.05 15:10


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Du und ich

Abschiede waren wie Waldbr?nde,
brannten sich tief in unser Gem?t
und wir versuchten, sie mit unseren Tr?nen zu l?schen.

Wiedersehen war wie Drachensteigen,
bunte Fabelwesen flogen hoch in unserer Freude,
und wir tanzten ausgelassen auf verhei?ungsvollen Winden.

Briefe waren wie Rettungsboote,
nahmen uns auf in st?rmischen Zeiten,
so trotzten wir den St?rmen des Lebens, zusammen.

Umarmungen waren wie Sonnenlicht,
so warm und hell, so lang ersehnt nach kalten Wintern,
ganz gaben wir uns unseren Lichtern hin.

Wir hatten W?rme, Hitze, Gewitter und Regen.
Und doch... wir hatten nie einen Sommer.
Oh, wie gerne h?tte ich einen Sommer mit dir gehabt.

Wie schnell kommt doch der Herbst...
2.9.05 00:06


Knapp 3 Stunden geschlafen, ich konnte einfach nicht fr?her ins Bett. Es war so eine Nacht wo man nicht schlafen will weil man Moment um Moment noch bewusst erleben m?chte... warum auch immer. Musik und Erinnerung und Tr?nen.

Du willst die Teller nicht. Sie erinnern dich zu sehr, sagst du. Kannst du bitte was wirklich Dummes sagen? Ich w?re viel lieber b?se auf dich.

Es wird seltsam sein, die erste Zeit. Immerhin haben wir uns 4 Jahre lang eine Wohnung geteilt. Und vorhin haben wir die erste Lieferwagenfuhre eingeladen.

Irgendwie war das alles ganz anders geplant...
2.9.05 09:31


Mit einem lauten Klicken f?llt die wei?e T?r ins Schloss, S?tze brechen wie morsches Holz und es folgt die Stille eines bewohnten Hauses, die nie v?llig still sein kann. ?ine letzte unbeholfene Umarmung. Machs gut, ich bin nicht aus der Welt. Wenn du Hilfe brauchst...
Einer geht, einer bleibt zur?ck. Gespielte Unbek?mmertheit auf beiden Seiten, schnell umdrehen, damit der Andere nicht sieht, was im Ausdruck der Augen geschrieben steht. Warum tun wir das? Wenn wir es beide doch sowieso wissen.
Ein schlechter Traum? So einfach ist das also.
Damals als wir uns kennenlernten, waren wir beide in noch ganz anderen Welten Zuhause. Irgendwann... will ichs alles niederschreiben, ganz ausf?hrlich, vielleicht fange ich hier bald an. Aber jetzt grade gehts nicht. Ich habe M. geschrieben, dass er sich beeilen soll, ich brauche ihn. Ich hoffe, er versteht es.
Nun sitze ich also hier, h?re traurige Musik und heule. Vielleicht ist die Musik nicht gerade f?rderlich, aber Stille w?rde ich jetzt nicht aushalten. Und fr?hliche Musik sowieso nicht.
So sitze ich also hier. Sitze, obwohl ich viel zu tun h?tte. Sitze und hoffe, dass die Zeit- die so grausam sein kann- mich bald mitnimmt und alles leichter macht.
2.9.05 12:21


Ich bin sooo m?de. Die letzten Tage waren hart, wenig Schlaf, viel Verwirrung. Aber ich bin durchaus auch aus positiven Gr?nden geschafft Doch, ja. Gestern abend sind wir noch Feuerwerk gucken gegangen. Das war toll, ich liebe Feuerwerk... dann muss ich lachen, kichern und quietschen wie ein kleines Kind *lach*
Und heute war die Preisverleihung. Wieder ein wundersch?ner Tag in den Gew?chsh?usern. Ich mag das, und auch wenn ich nichts gewonnen h?tte, w?re ich wohl hingefahren. 3 Gew?chsh?user voller Sch?tze, es ist so herrlich dort drin- ich k?nnte dort einziehen.
Sch?n war auch das Unwetter, das die schw?le Luft vertrieb und energisch an die Scheiben klopfte. Die Luft war danach unglaublich: k?hl, rein und verhei?ungsvoll.
Besonders liebe ich die Abendstunden in den hellen Gew?chsh?usern, wenn sich die Sonne warm und golden auf die Pflanzen legt, sanft ?ber ihre Bl?tter streichelt und feurige Infloreszenzen zum Aufflammen bringt. Es riecht nach Bl?ten, Bl?ttergr?n und feuchter Rinde, eine einschmeichelnde Mischung. Fern h?re ich Leute reden, leise, fast fl?sternd, als wollten sie die Pflanzen nicht st?ren. Die sich wie Honig ?ber die G?rtnerei legende s??e Ruhe bringt einen Frieden, der ?berall dort wohnt, wo Menschen ihr Herz an Leben h?ngen. Ich stehe zwischen den Pflanzen und bekomme immer mehr den Eindruck, dass die Zeit nicht sprichw?rtlich l?uft. Nein, sie w?chst, langsam, geduldig, wie eine Orchidee. Und sie wohnt ganz bestimmt in einem Glashaus.
4.9.05 00:55


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