Weiße Wege, blaue Stunden...


lunar phases

  Startseite
    Alltägliches
    Vergangenes
    Wilde Welt der Kinder
    Licht&Schatten
    AufgeLESENes
    Gedankenbilder
    Bildhaftes
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    beta
    - mehr Freunde


Links
   Beta
   Perlentaucher
   same


http://myblog.de/salvia

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Schatten

So seltsam, wenn Leute sterben, die man als Kind gekannt hat: Noch immer Kind in der Erinnerung, verbunden mit Gefühlen der Freiheit, Wildheit, Unverletzbarkeit und Träumen und großen, bunten Gedankenbauten...
Kinder dürfen doch nicht sterben, nicht wahr? So denkt zumindest das Kind in mir.
Unvorstellbar, dass aus dem Kind ein Mann, aus dem Mädchen eine Frau geworden ist. Wer sind sie geworden? Waren sie immer noch ein bisschen damals oder schon ganz heute? Haben sie das Morgen verloren oder waren da noch Ziele und Wünsche? War der Alltag freundlich zu ihnen?
Wehmut, Zwiespalt mischt sich unpassenderweise in meine Gedanken, und ein bisschen Ehrfurcht: Sie haben den Schritt schon getan, den ich noch tun muss. Vielleicht hab ich auch deshalb noch keinen Führerschein- es sterben so viele Leute in den bunten schnellen Wägen.
Mit ihnen stirbt immer mehr meiner Kindheit, habe ich das Gefühl. Wo sind meine Träume hin? Ich brauche keinen Autounfall, der Alltag und das Leben lassen mich Stück für Stück erwachsen werden. Und irgendwie habe ich keine Freude mehr daran, Erwachsene zu spielen- nicht so wie damals, mit ihnen. Jetzt bleibt mir nur noch der Nachgeschmack, und ihnen- wer weiß das schon...
11.9.06 10:51


Werbung


Leider kein Putzfimmel

Immer, wenn eines meiner Tiere ausbüchst, wünsche ich mir den Geschmack eines modernen Menschen (ihr wisst schon, so eines Menschen, der für moderne Einrichtungsmagazine fotografiert), gepaart mit einem ausgewachsenen Putzfimmel. Eine sterile, karg eingerichtete Wohnung würde erheblich weniger Verstecke bieten, als meine es tut- und da mich der Putzfimmel noch nie sonderlich exzessiv befallen hat, kann ich auch nicht jedes meiner Möbelstücke beliebig verrücken bzw. äh.... also... kennt ihr die Theorie, nach der Chaos+Chaos=Chaoskinder? Sprich, man stellt eine oder zwei winzige Kleinigkeiten vorübergehend unters Bett und kaum, dass man sichs versieht: Chaos.

Nun ja. Der Erfolg einer Dreiviertelstunde suchen ist jedenfalls eine laufende Nase dank meiner Hausstauballergie, noch mehr Chaos, 20 Cent von unterm Bett, ein lange verschollener Kochlöffel von hinterm Herd und die Erkenntnis, dass der Hamster mal wieder schlauer ist als ich.
Nein, es erstaunt mich eigentlich nicht. Schließlich bin ich die Dumme, die jedes mal aufs Neue vergisst, wie clever sie sind. Mag sein, dass das von den paar Wochen Hamsterabstinenz kommt, dass ich sie schon wieder unterschätzt habe und mal ganz ehrlich: Das ist wohl so eine Art Eignungstest für meine Haustiere. Und ein Wettbewerb. Oh, wie sie sich doch selbst übertreffen können! Meine erste Hamsterlady machte es sich in einem Schuh gemütlich und erwartete uns tief schlafend. Mein zweiter Hamster, ein ziemlicher Haudegen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, ist bis heute der unübertroffene Ausbrecherkönig. Nicht nur, weil er es schaffte, mich drei Tage lang zum Narren zu halten- nein, er improvisierte außerdem eine komödiantische Einlage und ich bin sicher, dass er im Hamsterhimmel dafür bewundert und begehrt wird. Zu der Zeit musste ich mit meinem Freund mangels eines Betts auf Matratzen auf dem Boden schlafen. Eine prima Gelegenheit für den Hamster, zu zeigen, dass er hier immernoch der Platzhirsch war- mein nächtlicher Bett- bzw. Bodengenosse wurde recht unsanft durch einen Hamster geweckt, der ihn erst in den großen Zeh zwickte, dann frech Männchen machte und wartete, bis wir völlig aufgewacht und uns seiner Heldentat bewusst waren. Mein Freund war nur ein bisschen beleidigt, und ich lachte auch nur ein bisschen. Erstmal.

Nun ja, letzten Endes machte ich das Kerlchen nach einem Ausbruchsversuch im Sofa ausfindig und er beschloss wohl, es gut sein zu lassen- oder vielleicht war mein Käfig dann wirklich ausbruchssicher, wobei ich an das Wort irgendwie nicht mehr glauben kann. Und eigentlich will ich gar nciht wissen, wo sich der Hamsterherr jetzt versteckt hat- ich möchte ihn einfach nur wieder in seinem Käfig wissen. Aber wie ich die Hamsterwelt kenne, wird er es mir nicht so einfach machen.....
14.9.06 10:27


Langsam aber sicher zweifle ich am menschlichen Verstand... gibt es das überhaupt? Mein Vater war vor meiner mutter schon einmal verlobt gewesen. Es ging auseinander, man sah sich ab und zu, die Verlobungsringe bekam ich später von meiner Oma geschenkt- warum auch immer, aber sie liegen bei mir Zuhause.
Heute erzählte mir meine Mutter, dass ein frisör aus dem nachbarort seine Frau mit einem Hammer fast tot geschlagen und dann selbst die Polizei gerufen hat. Die (noch immer in Lebensgefahr schwebende) Frau ist die frühere Verlobte meines Vaters- seltsamer Gedanke. Es wäre immer ein furchtbar netter Kerl gewesen, meinte meine Mutter, man hätte es ihm gar nicht zugetraut. Nun, das hört man öfter... ich gebs zu, ich bekomme bei solchen Geschichten eine Gänsehaut.
14.9.06 19:46


Was von mir bleibt

Was von mir bleibt, ist
ein kleines Foto, ungerahmt und ein bisschen überbelichtet.
Wenn ich Glück habe, gefalle ich mir darauf.

Was von mir bleibt, ist
ein Brief in einer Kiste, irgendwo, eine abgelegte Erinnerung.
Wenn ich Glück habe, wird sie wieder gefunden.

Was von mir bleibt, ist
ein bisschen Farbe, ein paar Worte, eine Spur in der Welt.
Wenn ich Glück habe, geht ihr jemand neugierig ein Stück weit nach.

Was von mir bleibt, ist
ein Bild in deinem Kopf, ein bisschen ich zwischen deinen Gedanken.
Wenn ich Glück habe, verblasst es nicht.
22.9.06 11:14


Ich fühle mich so leer, wenn ich nicht erfüllen darf.
Ich fühle mich so arm, wenn ich nichts geben kann.

Hmmm....
22.9.06 18:54





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung