Weiße Wege, blaue Stunden...


lunar phases

  Startseite
    Alltägliches
    Vergangenes
    Wilde Welt der Kinder
    Licht&Schatten
    AufgeLESENes
    Gedankenbilder
    Bildhaftes
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    beta
    - mehr Freunde


Links
   Beta
   Perlentaucher
   same


http://myblog.de/salvia

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Vergangenes

3.2.2001

Hallo weiße Welt, mein Gruß an deine weißen Wiesen und ergrauten Bäume!
Glaubst du selbst, dass du gen Frühling wieder grün und bunt werden wirst? Ich bin sicher, jede einzelne Knospe weiß es. Aber weiß es auch der ganze Baum?
Winter ist, wenn man Land und Himmel im Horizont nicht trennen kann.

Jetzt komm ich zu dir, um dich wieder kennen zu lernen. Danach müssen wir uns hoffentlich nur noch einmal wieder fremd werden. Ich freu mich schon auf dich!

Es war immer ein Abenteuer, die knapp 1000km per Bahn zurück zu legen- wie eine Reise in eine andere Welt: Größer, neuer, anders. Als ich sie das erste mal angetreten habe, war ich gerade 17 geworden. Aufgewachsen im Dorf, wo jeder jeden kennt- und plötzlich eine ferne Liebe gefunden, ausgebrochen, Zugvogel geworden.
16.2.07 11:55


Werbung


31.1.2001

Wo soll das nur hinführen? Ist es richtig, ist es falsch, zu träumen?
Ich frage mich, ob es wirklich um so vieles erwachsener ist, den Weg der Vernunft zu gehen oder ob nicht das Herz einen Erwachsenen erst vollends für reif erklärt.

Wer richtig denkt, hat es gelernt.
Wer richtig lebt, hat es gefunden...
das, was ihn wirklich glücklich macht.

Wenn man jung ist, wird einem vorgelebt, sich an nur eine Person zu binden. Von da an beginnt eine Suche. Ob man findet?
16.2.07 11:50


11.1.2001

Mein Herz steht noch immer nicht ganz hinter der Entscheidung, hier wegzugehen. Ich möchte nichts mehr halbherzig tun. Meine größte angst ist wohl, zurückzukommen und nichts mehr wiederzufinden, etwas verloren zu haben. Ich dachte schon immer, ein Teil von mir würde immer hierbleiben. Aber was ist, wenn das geht, wofür er bleibt?

Es ist natürlich eine Illusion zu glauben, alles bliebe unverändert. Veränderung kann sehr gut sein, ich habe mich auch verändert. Wenn ich zu meinen Großeltern gehe, fühle ich mich manchmal eher als Gast als zu Hause, das fühlt sich schrecklich an. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, obwohl ich sie doch so lieb hab. Ich beeinflusse die ganze Familie, sagt meine Mutter, nehme ihnen etwas weg. Nun, bin ich egoistisch? Ich weiß, sie wollen nicht, dass ich gehe und sie machen dich dafür verantwortlich. Ich wäre schon gegangen, nur wahrscheinlich nicht so weit weg. Ich versuche immer ihnen zu erklären, es sei nicht so weit, aber das ist nichts weiter als eine Rechtfertigung. Es ist ein Stückchen weiter aus ihrem Leben, wie soll ich ihnen weh tun....

Ich will gehen und mein Leben mit dir beginnen. Aber es ist nicht leicht, glaub mir. Ich weiß nicht ganz, warum es mir so schwer fällt, wir beide sind verschieden in solchen Dingen. Ich liebe dich, ich habe es nie ernster gemeint. Wir haben viele Pläne, und einen Himmel zu erobern. Du bist, wonach sich meine Seele in graublauen Stunden ausstreckt. Eineinhalb Jahre, am 13.

Was soll ich tun?


Wer bin ich?
Sag es mir.
Nein, warte...
Lass es mich selbst herausfinden....

Ein wahres Drama in mehreren Akten.
16.2.07 08:47


7.1.2001

8h29min. Ich weiß es jetzt. Ich kann mir nicht helfen, auch wenn mein Schatz mir gesagt hat, ich solle nicht traurig sein. Du bist auch traurig, ich weiß. Aber es ist immer schwerer für den, der bleibt. Was hilft mir eine Zahl, wo ich doch jetzt traurig bin? Ich meine, es geht schon, wird wie immer gut- und vorbeigehen.

Ich habe gestern nachgedacht, was Liebe überhaupt bedeutet. Es ist wirklich etwas Besonderes. In der Familie ist man gebunden, man vertraut und empfindet Zuneigung von Anfang an. Kann man als kleines Kind gar nicht anders, nicht wahr? Nur muss man sich im Laufe der Jahre von ihr mehr oder minder distanzieren, das ist der Lauf der Dinge. Wird man also älter, erwachsener, wird man frei für eine große neue Chance: Jemanden aus freien Stücken zu lieben, ohne Abhängigkeit bei einem Menschen zu verweilen den man erst kennen lernen muss, ganz neue Sichtweisen, Kompromisse, verstehen und akzeptieren. Dieser Mensch ist nicht durch pflicht an dich gebunden, er könnte jederzeit aus deinem Leben verschwinden... aber er bleibt. Du musst nicht nachdenken, wie du ihn halten kannst, er bleibt um deinetwillen, um bei dir zu sein. Vertrauen, Offenheit, der Wille zum Miteinander, zum Wir. Nichts ist perfekt und immer leicht- doch was man schafft, schafft man zusammen. Streit berührt dich tief, ebenso wie das Verzeihen; in deinen Gedanken und Träumen ist der andere aufgehoben.

Weißt du, ich habe viele Träume, man mag mich deshalb vielleicht auch naiv nennen. Manche Leute tun es, manche beneiden mich, anderen bin ich ein Rätsel oder egal. Was auch immer, in den letzten zwei Jahren bin ich sehr in meinem Selbstvertrauen gewachsen, bestärkt worden. Und ich mag meine Träume, weil ich sie wahr machen kann.

Ich war 17, habe gern über Dinge geredet, von denen ich nichts verstand und felsenfest an die große Liebe geglaubt.
15.2.07 21:38


Erinnerungen, wiedergefunden

06.01.2001

Bahnhöfe. Orte der Ankunft, des Wiedersehens, des abschiedes. Im Grunde ein trauriger Anlass, dieses Buch zu beginnen, aber auch der beste.
So viele Worte, verbunden zu Satzbruchstücken, geistern in meinem Kopf herum, während mich der Zug immer weiter von jenem Ort weg bringt, an dem ich dich gerade noch in den Armen hatte.
Der Gedanke daran, in ein leeres Zimmer zurückzukehren stimt mich so traurig... Ich glaube noch nicht, dass du weg bist, sind es doch erst wenige Minuten. Ich sehe dich, spüre dich, rieche dich noch. Morgen werde ich es vielleicht schon wissen, spätestens Montag. Ich werde in dem Bett schlafen, in dem ich heute noch mit dir aufgewacht bin und die Kerze anzünden, die du mir geschenkt hast; die Musik auflegen, die du hier gelassen hast und deinen Pullover anziehen. Und überall wirst du noch sein. In jedem Kissen, in der Küche mit deinen leeren Wasserflaschen, im Badezimmer... wo bist du denn, wenn nicht bei mir? Ich bin froh, dass es diesmal nur 30 Tage dauert und keine 70, aber Stunden sind lang, weißt du. Und doch fällt der Abschied nicht so schwer, obwohl es jedes mal doch irgendwie schwerer wird. Wir haben genug von zerissenen Gefühlen, zwei Abschiede noch. Bald schließe ich mit der Schule ab und beginne ein neues kapitel. Mit dir.

Ich bin vielleicht alleine, aber nicht einsam.
15.2.07 14:05


[erste Seite] [eine Seite zurück]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung