Weiße Wege, blaue Stunden...


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Wilde Welt der Kinder

Basti mag nicht alleine bleiben

"Das kannst du vergessen. Aber komplett." ertönt ein verärgertes Stimmchen. Erschrocken wandern die Blicke der zwei Frauen über den Rand der Rezeption, und dort steht er, der kleine Basti, und weiß genau was er will. Beziehungsweise was er nicht will. Und das wäre in diesem Fall eine Babysitterin, damit seine Mutter abends alleine ausgehen kann. Komisch, denkt seine Mama, Zuhause freut er sich immer auf seine "Mädels"- die spielen immer so lange mit ihm und kaufen ihm ein Eis (und wenn er vergisst zu erwähnen, dass er von den Schokonashörnern eigentlich keine haben darf, kaufen sie ihm auch die). Aber hier ist eben nicht Zuhause, und Basti scheint als Einziger verstanden zu haben, dass im Urlaub eben alles anders ist. Fremde Länder, fremde Sitten, sagt man schließlich so schön- auch wenn um diese Jahreszeit Mallorca zu 60% deutsch sein dürfte. Egal, Mamas Abendpläne sind soeben gestorben, aber eigentlich ist sie nicht böse. So ist er eben, der Basti. Und genau so hat sie ihn auch lieb.
10.7.06 20:22


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Geister- und Schlangenschleimkuchen

Basti backt gerne. Basti mag es auch gerne gruselig. Was liegt da näher, als die beiden Interessen zu verbinden?

Geister- und Schlangenschleimkuchen

Zutaten:

* Tortenboden
* Vanillepuddingpulver
* Milch
* klarer Tortenguss
* Lebensmittelfarbe
* noch mehr Lebensmittelfarbe, vor allem grün...
* Obst (Erdbeeren, Aprikosen, Bananen)
* Zuckerguss
* Deko

Aus Vanillepuddingpulver und Milch wird Vanillecreme gekocht, grün eingefärbt (ergibt wunderbares Eitergelbgrün) und auf dem Tortenboden verteilt. Die Bananen... bzw. Schlangen... der Länge nach halbieren, das Grün von den Erdbeeren (Geistern) abschneiden und die Aprikosen vom Kern befreien (aushöhlen, das sollen Kürbisse sein). Strategisch günstig auf dem Schleimboden verteilen. Den Tortenguss vorbereiten, ebenfalls grün einfärben (wirkt toll auf den hellen Bananenschlangen) und auf Schlangen und Kürbissen verteilen. Die Erdbeeren aussparen, die kann man noch mit weißem Zuckerguss überziehen (Geister sind nunmal weiß, sagte B.). Schokostreusel sind Friedhofserde, bunte Zuckerperlen werden zu Augen und im Schleim versinkenden Augäpfeln (der Part mit dem Versinken gefiel Basti am besten, er ist Treibsandfan).

Der Kuchen schmeckte sehr lecker, wenngleich Bastis Mutter mich vorsichtshalber erstmal fragte, was denn essbar und was Körperausscheidungen wären.
2.7.06 21:09


Kinder

Das Wunderbare an Kindern kann schonmal zum Problem werden- vornehmlich für die unvorbereiteten Eltern. Wie schön, dass ich bloß das Kindermädchen bin *lach*
Der kleine B. hats faustdick hinter den Ohren. Wäre er 5 Jahre älter, würde man ihn von Zeit zu Zeit als frechen Bengel aufs Zimmer schicken (z.B. wenn er den opa fragt, ob er nicht ins altersheim ziehen möchte- dann könnten Mama, Papa und B. nämlich in Opa's Haus). Aber unschuldige Ehrlichkeit und der Brustton der Überzeugung sind eine gute Kombination, um ungestraft davonzukommen *lach*

B: Du, der E. hat letztens einem Baum die Rinde abgezogen.
S: Echt? Da wird sich der Baum gar nicht freuen.
B: Nein, weil der hat auch Gefühle. (holt tief Luft) Und der liebe Gott ist jetzt sauer auf den E.!
S: Hmm...
B: (mit Genugtuung) Der E. kommt jetzt ganz bestimmt in die Hölle.
S: (lachend) Also, ich glaube nicht, dass der E. dafür in die Hölle kommt...
B: (etwas leiser) Ich bin dem E. grad eh nicht mehr gut, der ist doof...

Ach, deshalb also die fantasierten Foltern und Qualen *g*

Das ist noch harmlos. Der kleine B. ist 6 Jahre alt und hat die Welt schon komplett durchschaut. Einmal hatten wir eine Diskussion über die Ehe- er will nämlich nicht heiraten und hatte seine Mutter schon ganz besorgt gefragt, ob er es denn jemals muss- sie konnte ihn nicht so recht beruhigen. Also fragte ich ihn....

S: Hast du denn überhaupt eine Freundin?
B: Ja, die S.. Aber die ist doof, die will immer über mich bestimmen.
S.... in Gedanken: Du hast es durchschaut, Junge.
B: ... naja.... kannst ja du meine Freundin sein!
S: Ja, ist gut.

Danach versuchte er ständig, mir etwas von seinen "Schätzen" zu schenken. Wir einigten uns auf eine rote Glasperle. Letztens gabs einen Glitzerstein, und zum Eis wollte er mich auch einladen- wir habens dann doch umgekehrt gemacht *lach*
2.7.06 11:35


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