Weiße Wege, blaue Stunden...


lunar phases

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Gedankenbilder

Zwei Seiten

Metall auf Metall, ein leises Schaben, dann gibt die Magnetleiste die Schere frei. Die Haare noch ein wenig feucht vom Duschen ziehe ich mir die weite Schlabberweste über und mustere mich für einen kurzen Moment flüchtigen Vorbeigehens von der Seite im Spiegel... Hinaustretend in die warme Frühlingssonne rieche ich den Garten mit dem vielen Moos, in dem vereinzelt gerade gekeimte Buchen, Veilchen und sonnige Schlüsselblumen sprießen. Warm liegt der Frühling auf meiner Haut und schmiegt sich an mich, im leichten Windhauch nicken mir ein paar Zweige zu. Irgendwo raschelt eine Amsel in der Hecke. Die Narzissen warten im Schatten auf mich und die Küchenschere: So kommt der Tod.
7.4.07 22:15


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Erinnere mich

Erinnere mich
bitte
denn ich kann es
nicht mehr selbst.
Wer war ich?
Wer bin ich?
Wer will ich sein?
Bruchstücke
geistern
in meinem Kopf herum,
spuken
in den Gemäuern
meiner Realität
und ich weiß nicht....
soll ich sie verjagen?
Wie leer
werde ich dann sein.
Müde, wie ich bin
will ich schlafen,
schlafen.
In meinen Träumen
finde ich manchmal
einen Funken
kostbarer Ruhe.
Bitte
erinnere mich.
23.3.07 10:47


Veilchen

All die Veilchen
die frühen Kinder
mit dem weichen
warmen Duft
der sich nie aufdrängt
sondern immer leise
leise
und verhalten
im Hintergrund wartet
sind zugedeckt.
Ich hoffe,
sie schlafen nicht zu lange.


Wer hat den Schnee eigentlich bestellt?
20.3.07 08:39


Gebet

Ich werde beten

Stimmlos spreche ich zu dir,
mein Herr in den Winden,
mein stummes Gebet
schicke ich auf deinen Wegen
zu dir, ich kleines Ganzes.
Allmächtiger, du hörst mich
und antwortest in allen Sinnen
mit ganzer Kraft und allem Sein
und ich, ich höre dich,
spüre dich, durch und durch.

Ist das Gott?

Bald werde ich wieder beten.
Mein Gebet, nur meines-
ein Blick in den Himmel
Sonnenlicht
Regen auf meiner Haut
Windgeflüster
der große alte Baum,
das alles ist Gebet.
Und ich weiß,
manchmal bete ich
mit jedem meiner Schritte
mit jedem Atemzug-

zu Gott? Zum Ganzen?
Zu Mutter Natur?
Wie auch immer,
es ist nicht wichtig.
Manchmal
lebe ich ein Gebet
und gebe ihm keinen Namen-
dann ist es genau richtig.
31.1.07 16:25


Gegangen

Ich muss mich nicht beeilen,
denn ich muss nirgends hin.
Ich muss nicht schneller gehen,
denn auf mich wartet niemand.
Ich muss dich nicht ansehen,
denn es blickt niemand zurück.
Du bist ein Spiegel, so trüb wie der Tag
vielleicht, wenn ich dich in Scherben schlage,
kann ich mich wieder in dir sehn?
Dich und mich trennt das Wort,
und zwischen uns liegen nur Silben.
Das Gespräch ist zersprungen
und hat nun tausend Gesichter.
Du bist gegangen, und ich
lange vor diesem Moment.
10.12.06 20:38


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