Weiße Wege, blaue Stunden...


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Licht&Schatten

Novemberwind

Hast du schon einmal Blätter fallen sehen und erstaunt innegehalten ob des völlig falschen Wortes? Fallen... Fallen ist passives sich nicht regen und doch bewegt werden, fallen ist Gewicht, fallen ist ein Prozess mit Schmerz an dessen Ende.
Aber so, wie der Wind die Blätter einer Buche zu Boden trägt, kann ich unmöglich sagen, sie würden fallen. Welches Wort soll ich nehmen, was beschreibt dieses Bild? Sie schaukeln durch die Luft, fast als wären sie nicht nur Getragene: Sie tragen sich selbst, fädeln sich durchs Geäst in geschicktem Taumeln, schweben einen Atemzug lang und wollen dann entschlossen weiter. Im Schwarm und stets hin zu Ihresgleichen am Boden, als könnten sie es nicht ertragen, von ihnen getrennt zu sein. Es ist kein trauriges Fallen. Es ist ein tanzendes sich Hinabbegeben. Ein glückliches Wiedersehn.

Wer kann schon sagen, was der Tod für die bedeutet, die jedes Frühjahr wiedergeboren werden?
15.11.08 06:55


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Ein Tag lang Ewigkeit

Stell dir vor, es gäbe eine Ewigkeit nach dem Tod. Deine Seele existierte weiter und muss eine Wahl treffen: Du dürftest auf dein Leben zurückblicken und dir einen Tag aussuchen... nur einen Tag, und dieser Tag wär deine Ewigkeit, mit allen Gefühlen und allem Leben darin. Wenn du heute sterben müsstest, welchen Tag würdest du wählen?
28.10.08 20:25


Neulich...

Es war eine unheimlich klare Nacht: unheimlich in ihrer klaren Kälte. Der Mond wie eine Insel, als einziger Punkt real und fassbar, und die restliche Welt mit ihrem Himmel das Meer, mit mir als verlorener Heimkehrerin. Und alles so fern in seiner Nähe. Das warme Leuchten aus den Häusern ließ mich glauben, dass ich nicht ausgesperrt, sondern die Seelen in Wahrheit in den Häusern eingesperrt waren, gefangen in einem dichten, blind machenden Meer aus Licht; die Luft so voll davon, dass ich es für unmöglich hielt, in einem dieser Zimmer auch nur atmen zu können. Ich dagegen konnte weit werden, konnte mich nach dem Ganzen strecken und mich in einem Himmel auflösen, der ewig war. Eine Nacht stellvertretend für alle, eine Nacht, in der alle anderen Nächte zuhause sind. Keine Nacht wird mehr je so klar sein. Erst wieder, wenn die kleine Unendlichkeit einer solchen Stunde in mir verebbt ist. Möglicherweise.
20.10.08 17:41


Wenn ich ehrlich bin

Wenn ich ehrlich bin, bin ich stärker, als ich sein will. Und gleichseitig verletzlicher.
Ja, wenn ich ehrlich bin, muss ich mir zugestehen, mich anlehnen zu wollen. Anlehnen und festhalten.
Und wenn ich ehrlich bin, macht mir das Angst. Ich will mich nicht festhalten müssen. Da sehe ich keine Stärke in dieser Schwäche, und ich mag mich dafür manchmal nicht mehr.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich kein Vertrauen in die Liebe. Ich glaube, mich an ihr zu verletzen wirft mich um. Und manchmal.... wenn ich wirklich, wirklich ehrlich bin weiß ich, dass ichs überlebe. Dass so viele Dramen nur dazu da sind, um mich ins Leben zu werfen und nicht in mir selbst zu versinken.
Wenn ich ehrlich bin, weiß ich: Ich schaffe es auch allein. Aber ich will es nicht.

Wenn ich ehrlich bin, bin ich ziemlich kompliziert. Und ich versteh mich selbst nicht immer. Aber ich versuchs, immer wieder.
13.10.08 20:48


Lange her

Vielleicht

Ich dachte, es müsse anders sein. In mir ist es still. Was ist passiert, dass mein Gewissen nicht über mich hereinbricht? Nichts, da ist nichts. Erstaunt warte ich noch, als sich meine Arme schon um dich legen. Du bist vertraut. Deine Wärme ist nicht anders als alles was ich kenne. Woher wissen meine Hände, wie du dich anfühlst? Kein Gewissen, nur Gewissheit.
Du tröstest mich und weißt es nicht einmal. Spürst du es denn nicht? Immer wieder stehlen sich meine Gedanken davon und ich finde sie bei dir. Ich sage dir nicht, dass ich an dich gedacht habe. Ich werde dir sagen, dass ich mich freue und mich vorsichtig weitertasten. Was hast du so getrieben? Hattest du ein schönes Wochenende? Ja, mir geht’s auch prima. Und in mir laufen meine Gedanken gegen Wände aus Glas, möchten hinaus zu dir und dir ins Gesicht sagen, wie du mich aufwühlst. Du, du und immer wieder du, oder... vielleicht... Auch etwas in mir, das sich nicht sperrt, das anders ist, als ich immer dachte? Nein, ich lasse sie nicht. Lausche aufmerksam- hört du das Glas klingen?
Mir fehlt so viel Mut. Bitte verzeih. Was soll ich dir nur sagen? Wie viel von mir soll ich zu dir hinauslassen? Und wenn du alles hast, hast du dann genug? Und warum interessiert es mich? Ist das Stärke oder Schwäche, wenn ich dich zulasse?
Gestern noch war alles so einfach mit uns beiden. Du weißt, ein Lächeln war nur ein Lächeln. Und wenn du gelacht hast, habe ich mich nicht so gut dabei gefühlt. Worte waren nur Worte, gesprochen, verflogen, vorbei. Ich verstehe mich nicht mehr. Ich warte darauf, dass es vorbei geht, mit uns beiden. Ich bin so sicher. Und gleichzeitig so verwirrt. Ja, ich will dich sehen. Nein, ich weiß nicht warum. Vielleicht tust du mir gut.
5.10.08 19:34


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