Weiße Wege, blaue Stunden...


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Licht&Schatten

Viel zu tun, viel Notwendiges.
Ich würde mich so viel lieber den schönen Seiten des Lebens widmen. Dem vagen Gefühlstreiben eines wachsenden Momentes; den lichten Andeutungen eines vergehenden Nachmittages, eingehüllt in viele kleine Versprechen; dem blättertaumelden Seelentanz des Herbstes mit all seinen Facetten.... ach, ein klein wenig werde ich das. Ich habe Lust. Lust, mich der Kälte zu stellen und sie zu vertreiben, mit ihr zu spielen, sie erst wirken zu lassen und dann in Wärme zu baden. Vielleicht warte ich auf ein kleines Abenteuer. Bis in den November hab ich Zeit, dann werd ich still.

Herbst. Eigen und schön.
21.9.08 19:48


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Harmlos

Man kann auf so vielfältige Art und Weise aus dem Leben gehn. Du hältst meine Hand in deiner, deine Finger sind warm und halten mich spürbar. Meine Augen haben sich an das Dunkel gewöhnt; langsam zerfließt das Schwarz in helle und dunkle Schatten, große, starre Alleebäume und nicht weit entfernt der tiefdunkle Waldrand hinter der helleren Wiese mit dem winterkurzen Gras. Die Wolken reflektieren gerade genug Licht der summenden, flüsternden, wispernden Stadt, um den Weg nicht zu verlieren. Ansonsten Stille.
Und da, vor uns: Eine warmgelbe, einzelne Straßenlaterne, das Tintendunkel stoisch überscheinend. Unter dem Licht verstellt eine Schranke den Weg und trennt das Hier vom Dort, das Hell vom Dunkel. Du erzählst mir, dass die Schranke zuerst da war, ohne Laterne, aber es sind zu viele Fahradfahrer daran zerbrochen, viel Schmerz und Tod an so einem harmlosen Ding. Wir gehen vorbei, und da ist nichts- kein Gefühl, kein Anderssein, nur wir in der Winterwelt. Du hältst mich noch immer.
Autounfälle. Krankheit. Katastrophen. Und ein Platz wie dieser. Ich bin froh, dass du bei mir bist.
12.5.08 18:40


Er setzt sich auf die Bettkante, schon zum Gehen bereit. Draußen regen sich nur zaghaft die Gespenster des Tages.
"Wann stehst du auf?"
"Hmmm, weiß nicht...."
"Hast dus gut!"
"Ja...." So elend war ihr schon lange nicht mehr zumute.
3.4.07 11:01


Traumtod

Ich habe geträumt, man hätte uns beide umgebracht- ich wäre vergiftet und du erstochen worden. Du liegst in einem See von Blut, ich lege mich zu dir und bedaure, dass wir sterben müssen. Du schaust mich an, schon halb gegangen, und sagst: Ich spüre dich schon drüben. Da ergebe ich mich, und alles ist gut; ich fühle mich dir so unendlich verbunden und weiß, es ist nichts zu Ende. So lege ich mich an deine Seite und warte....

Der Traum klingt vielleicht negativ für so manch einen. Aber.... in der Traumsymbolik wird der Tod unter anderem als Zeichen des Wandels, als Neubeginn gesehen. Für mich war es ein wunderbarer Traum, weil dieses Gefühl der Verbundenheit, der Zuversicht und der Hoffnung noch lang nach dem Aufwachen nachgeklungen hat. Seltsam? So bin ich...
1.4.07 16:59


Schatten

So seltsam, wenn Leute sterben, die man als Kind gekannt hat: Noch immer Kind in der Erinnerung, verbunden mit Gefühlen der Freiheit, Wildheit, Unverletzbarkeit und Träumen und großen, bunten Gedankenbauten...
Kinder dürfen doch nicht sterben, nicht wahr? So denkt zumindest das Kind in mir.
Unvorstellbar, dass aus dem Kind ein Mann, aus dem Mädchen eine Frau geworden ist. Wer sind sie geworden? Waren sie immer noch ein bisschen damals oder schon ganz heute? Haben sie das Morgen verloren oder waren da noch Ziele und Wünsche? War der Alltag freundlich zu ihnen?
Wehmut, Zwiespalt mischt sich unpassenderweise in meine Gedanken, und ein bisschen Ehrfurcht: Sie haben den Schritt schon getan, den ich noch tun muss. Vielleicht hab ich auch deshalb noch keinen Führerschein- es sterben so viele Leute in den bunten schnellen Wägen.
Mit ihnen stirbt immer mehr meiner Kindheit, habe ich das Gefühl. Wo sind meine Träume hin? Ich brauche keinen Autounfall, der Alltag und das Leben lassen mich Stück für Stück erwachsen werden. Und irgendwie habe ich keine Freude mehr daran, Erwachsene zu spielen- nicht so wie damals, mit ihnen. Jetzt bleibt mir nur noch der Nachgeschmack, und ihnen- wer weiß das schon...
11.9.06 10:51


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